1. Meine Festplatte scheint ein Hardware-Problem zu haben. Aber meine Daten, die dort gespeichert sind, sind für mich sehr wichtig. Kann R-Studio mir dabei helfen?Fahren Sie Ihr System sofort herunter und entfernen Sie den Datenträger. TUN SIE NICHTS WEITERES DAMIT SELBST! Bringen Sie den Datenträger zu qualifizierten Datenrettungsexperten. Sie haben spezielle Ausstattung, Software und, was besonders wichtig ist, Kenntnisse, wie man mit solchen Datenträgern umgeht. Weder R-Studio noch andere Datenrettungsprogramme werden Ihnen in diesem Fall helfen. Außerdem kann jede weitere Einmischung noch mehr Schaden Ihren Daten zufügen. Sehr oft können solche Schäden fatal dafür sein.
Merkmale, dass eine Festplatte Hardware-Probleme hat, sind:
Ihr System erkennt das Gerät nicht mehr, oder es erschient unter einem merkwürdigen Namen.
SMARTE Inspektionsprogramme berichten von einem schwerwiegenden Hardware-Fehler.
Die Fastplatte macht ungewöhnliche Geräusche, tickt, startet zu langsam.
Auf Ihrer Festplatte erscheinen ständig fehlerhafte Blöcke.
2. Ich habe meine Informationen verloren. Welchen Richtlinien soll ich vor und während der Datenrettung folgen?Das Betriebssystem betrachtet gelöschte Dateien einfach als freien Speicherplatz auf dem Datenträger. Und während seiner Arbeit liest und schreibt das Betriebssystem ständig bestimmte Daten. Es besteht also immer die Möglichkeit, dass das System Ihre verlorenen Dateien überschreiben und die Wiederherstellung dieser Daten unmöglich machen wird. Am besten wäre es also, wenn Sie Ihren Computer mit verlorenen Daten nicht starten würden. Anstatt dessen sollten Sie ihn lieber auseinanderbauen, die Festplatte mit verlorenen Dateien herausnehmen und sie an einen anderen Computer anschließen, auf dem R-Studio oder R-Undelete installiert ist.
Um den Computer nicht auseinanderzubauen, können die Benutzer von R-Studio entweder R-Studio Emergency oder R-Studio Agent Emergency und Datenrettung übers Netzwerk für R-Studio Network Version verwenden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für R-Studio.
Auf jeden Fall sollten Sie lieber nicht Datenrettungssoftware auf denselben Datenträger installieren, auf dem sich verlorenen Dateien befinden.
Vermeiden Sie es, Dateien oder Abbilder auf den Datenträger mit verlorenen Dateien wiederherzustellen.
Es wird auch empfohlen, ein Abbild des Datenträgers mit verlorenen Dateien zu erstellen und es auf einen anderen Datenträger zu schreiben. Sie können dann diese Abbilder anstelle des originellen Datenträgers bei der Wiederherstellung Ihrer Dateien benutzen, um versehentliche Beschädigung der originellen Daten zu vermeiden.. Alle Datenrettungsprogramme von R-TT (selbst in ihrem Demo-Modus) können solche Abbilder erstellen und bearbeiten. Außerdem unterstützen alle Datenrettungsprogramme von R-TT alle Abbilder , die von einem anderen R-TT-Programm erstellt wurden.
6. Ich habe nur eine logische Partition auf meiner einzigen Systemfestplatte und muss jetzt dringend einige versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen. Wie kann ich Ihre Software benutzen, um diese Dateien zu retten?Zur Wiederherstellung versehentlich gelöschter Dateien können Sie entweder das Programm R-Undelete oder R-Studio benutzen.
Wenn Sie nur eine logische Partition auf Ihrer Systemfestplatte haben, empfehlen wir Ihnen, diese Festplatte von Ihrem Computer (PC1) zu trennen und sie an einen anderen Computer (PC2) anzuschließen, auf dem R-Undelete oder R-Studio installiert sind. Sie können die Festplatte als ein Slave-Laufwerk anschließen oder einen HDD-zu-USB Adapter benutzen (es wird ausdrücklich empfohlen, einen USB2.0-kompatiblen Adapter zu verwenden, um eine höhere Datenübertragungsrate zu haben). Eine Laptop-Festplatte kann ebenfalls über einen speziellen Adapter an PC2 angeschlossen werden. Führen Sie dann das Programm auf PC2 aus und suchen Sie nach verlorenen Dateien auf der angeschlossenen Festplatte.
Wenn Sie keinen alternativen PC haben, an den Sie die Festplatte anschließen könnten, so können Sie nur R-Studio mit folgenden Optionen benutzen:
1. Downloaden Sie R-Studio Emergency Media Creator auf PC2 und erstellen Sie einen Startdatenträger mit R-Studio Emergency. Benutzen Sie den Startdatenträger, um PC1 zu starten, und stellen Sie Ihre Daten mit R-Studio Emergency wieder her. Beachten Sie bitte, dass R-Studio Emergency die Vorschau von Dateien nicht unterstützt.
2. Installieren Sie R-Studio Network und downloaden Sie R-Studio Agent Emergency Media Creator auf PC2. Bauen Sie eine Verbindung zwischen den beiden Computern im selben Netzwerk auf, entweder direkt oder über einen Netzwerk-Hub/-Switch. Führen Sie R-Studio Agent Emergency Media Creator aus und erstellen Sie einen Startdatenträger mit R-Studio Agent Emergency. Starten Sie PC1 mit dem Startdatenträger und bauen Sie eine Netzwerkverbindung zwischen PC1 und PC2 auf. Stellen Sie verlorene Daten übers Netzwerk wieder her.
8. Kann ich Dateien aus dem Papierkorb wiederherstellen, nachdem ich ihn geleert habe?Ja, Sie können sie finden. Sie können unser R-Undelete Demo versuchen und nachsehen, ob unser Programm die aus dem Papierkorb gelöschten Dateien finden kann. Beachten Sie bitte aber, dass Dateien/Ordner in der Regel ihre ursprünglichen Namen beim Verschieben in den Papierkorb verlieren. Prüfen Sie daher das Datum oder /und die Größe der gefundenen Ordner/Dateien. Dadurch können Sie besser verstehen, mit welchen Dateien/Ordnern Sie gerade arbeiten. Auf diese Weise geschieht die Löschung der Dateien unter dem Betriebssystem Windows.
13. Ich sehe Ordner mit Namen '$$$Folder58448' oder ähnlichem. All diese Ordner haben ein rotes X. Was bedeutet das?Ein Ordnername wie '$$$Folder58448' bedeutet, dass der Ordner selbst auf dem Datenträger nicht gefunden, sondern nur Verweise darauf festegestellt wurden. Es könnten zum Beispiel Ordner 'Meine Dokumente', 'Arbeit', 'Fotos' gefunden worden sein, die alle einen gemeinsamen übergeordneten Ordner haben, dessen Beschreibung auf dem Datenträger aber fehlt. Auf diese Weise ist der Name des Ordners unbekannt und wird als '$$$Folder58448' angezeigt. Es kann sein, dass die Beschreibung dieses Ordners einfach außerhalb des Scanbereichs lag - versuchen Sie als den Bereich zu erweitern oder den ganzen Datenträger zu scannen. Wenn das nicht hilft, wurde die Beschreibung des Ordners allem Anschein nach überschrieben.
14. Was bedeuten all diese Farben bei den erkannten Partitionen?Die Chancen auf die Wiederherstellung Ihrer Dateien von diesen Partitionen. Grüne Partitionen werden am ehesten alle Dateien enthalten, bei den gelben ist die Wahrscheinlichkeit nicht so hoch, und bei roten ist sie am geringsten, dennoch lohnt es sich trotzdem sie zu durchsuchen.
16. Von welchen Datenträgern können die Dienstprogramme der R-Studio-Reihe Dateien wiederherstellen?Unter Windows NT/2000/XP kann R-Studio Dateien von allen im Host-Betriebssystem sichtbaren Festplatten und logischen Datenträgern wiederherstellen.
Unter Windows 95/98/ME kann R-Studio Dateien von allen im Hostbetriebssystem sichtbaren logischen Datenträgern und von allen Festplatten wiederherstellen, die fürs Eingabe-Ausgabe-Untersystem im geschützten Windows-Modus verfügbar sind.
R-Studio Network Edition kann auch Daten von Festplatten eines Remote-Computers wiederherstellen, wenn R-Studio Agent oder R-Studio Agent Emergency dort ausgeführt werden.
17. Können R-Studio-Programme lange Dateinamen wiederherstellen? Können Sie auch lokalisierte Namen wiederherstellen?Unter Betriebssystemen Windows NT/2000/XP kann R-Studio Dateien mit bis zu 32000 Zeichen langen Namen wiederherstellen. Es werden dabei originelle Dateinamen in ihrer ursprünglichen Zeichencodierung wiederhergestellt.
Unter Windows 95/98/ME gibt es eine Einschränkung für Dateipfade der wiederherzustellenden Dateien auf 255 Zeichen. Die Zeichncodierung des Dateinamens ist dabei auf die aktuelle in Windows festegelegte Sprache beschränkt. Dateien mit anderen Zeichencodierungen können auch wiederhergestellt werden, aber ihre Namen werden geändert, um Windows-Einschränkungen gerecht zu werden.
18. Wo können Dienstprogramme der R-Studio Reihe wiederhergestellte Dateien speichern?Auf ein beliebiges Gerät, das für Ihr Betriebssystem verfügbar ist. Wiederhergestellte Dateien können auch in einem freigegebenen Netzwerkordner gespeichert werden. Geben Sie dazu den Namen des Ordners als UNC-Pfad (wie z.B. \\meinserver\meinefreigabe) an. Sie können den Wiederherstellungspfad entweder manuell eingeben oder im Windows-Standraddialogfenster zur Auswahl der Ordner wählen. Beachten Sie bitte, dass das Dateisystem des Zieldatenträgers für wiederhergestellte Dateien die Wiederherstellung der erweiterten NTFS-Dateiinformationen beschränken kann.
20. Schreibt R-Studio etwas auf die Festplatte?R-Studio schreibt nie etwas auf das Objekt, von dem Sie Ihre Daten wiederherstellen. Beachten Sie bitte, dass R-Studio einen HEX-Editor hat, der das Schreiben der Daten zurück auf die Festplatte ermöglicht.
22. Ich weiß, dass R-Studio das Anzeigen der Vorschau für viele Dateitypen unterstützt. Ich muss mehr als 1000 Dateien wiederherstellen, möchte aber vor dem Kauf der Software sicherstellen, dass diese Dateien wiederhergestellt werden können. Wenn Ihre Demo-Version die Vorschau von 10-20 Dateien anzeigt und alle davon ok sind, soll das heißen, dass auch alle Dateien (1000) gerettet werden können?Nein, leider nicht. Jede Datei soll getrennt behandelt werden, selbst wenn der Rest der Dateien in demselben Ordner erfolgreich wiederhergestellt werden kann. Leider soll jede Datei, die Sie wiederherstellen möchten, durchs Anzeigen der Vorschau getestet werden. Bitte schlagen Sie in der Hilfsdokumentation für R-Studio nach, ob R-Studio die Vorschau für einen bestimmten Dateityp unterstützt (schauen Sie sich auch das Modul Erweiterter R-Studio-Viewer an).
29. R-Studio scannt meine Festplatte sehr lange. Kann ich den Prozess anhalten und mir die Ergebnisse anschauen?Beim Scanvorgang versucht R-Studio, alle Dateisysteme zu finden, die es jemals auf dem Datenträger gegeben hat. Es versucht auch, verlorene Dateien mittels Dateieigenschaften, die für jeden Dateityp spezifisch sind, zu finden. Das macht den Scanvorgang zu einem langen Prozess.
Wenn Sie einen NTFS-Datenträger scannen, so hat er zwei Kopien der MFT-Tabelle. Die primäre Tabelle befindet sich am Anfang des Datenträgers, die sekundäre - in der Mitte. Sie können den Scanvorgang abbrechen, nachdem 5-10% des Datenträgers gescannt wurden. In diesem Fall wird R-Studio sehr wahrscheinlich die Dateistruktur des Datenträgers rekonstruieren können.
30. Wie kann man den Scanvorgang beschleunigen?Wenn Sie wissen, nach welchem Dateisystem Sie suchen, lassen Sie nur dieses eine System im Feld "File Systems" ("Dateisysteme") im Dialogfenster Scan (Scannen), bevor Sie den Scanvorgang starten. Sie können auch die Option Extra Found file (Zusätzlich gefundene Dateien) deaktivieren oder nur diejenigen Dateien dort lassen, an denen Sie interessiert sind. Prüfen Sie auch, dass die Option I/O Tries (E/A Versuche) unter der Registerkarte Property (Eigenschaft) auf 1 gesetzt ist.
32. Ich möchte nur bestimmte Ordner scannen. Kann man das machen?Nein, R-Studio scannt Objekte auf einer niedrigen Ebene. Beim Scanvorgang wird dabei versucht, beliebige Dateisysteme zu finden, die es je auf der Festplatte gegeben hat, und nicht einfach eine bestimmte Datei order Ordner. Sie können dann nach dem Scannen die Befehle Find (Suchen) oder Mask (Maske) benutzen.
36. Ich habe ein Abbild, das von R-Studio erstellt wurde, und möchte es nun auf eine andere HDD wiederherstellen. Kann ich das machen?R-Studio ist eher ein Wiederherstellungs- als ein Abbilderstellungsprogramm, es kommt also darauf an.
Wenn Sie ein komprimiertes Abbild erstellt haben, können Sie R-Drive Image benutzen, um es wiederherzustellen. Wenn das Abbild bereits dekomprimiert ist, dann können Sie den integrierten Hex-Editor von R-Studio zur Wiederherstellung des Abbilds benutzen, allerdings werden Sie die Partitionsgeometrie nicht anpassen können.
In den neueren Versionen können Sie ein anderes Programm von uns - das R-Drive Image - zur Wiederherstellung von R-Studio-Abbildern auf Festplatte benutzen. Wenn Ihr R-Studio-Abbild also mit einer Version erstellt wurde, die solche Abbilder unterstützt, so benötigen Sie R-Drive Image, um dies zu machen.
41. Wie kann ich meine Linux Ext2-Partition wiederherstellen, wenn R-Studio nur unter Windows arbeitet?Sie sollen Ihre Linux-Festplatte an den Windows-Computer anschließen und dann Dateien mit R-Studio wiederherstellen. Es ist nicht wichtig, wie das System Ihre Festplatte erkennt, wichtig ist nur, dass R-Studio darauf zugreifen kann. Sie können auch ihren Linux-Computer mit dem Startdatenträger von R-Studio Agent Emergency starten und Daten übers Netzwerk wiederherstellen, indem Sie die Netzwerkfunktionen von R-Studio benutzen.
42. Ich habe die Erstellung des Abbilds eines Datenträgers gestartet. Sie hört aber bei ungefähr 4Gb auf. Warum?Sie versuchen anscheinend das Abbild auf einen Datenträger mit dem Dateisystem FAT32 zu speichern, bei dem die maximale Größe einer Datei 4Gb beträgt. Wenn es so ist, so speichern Sie entweder Ihr Abbild auf einen Datenträger mit dem Dateisystem NTFS, oder teilen Sie Ihr Abbild in mehrere Dateien mit jeweils einer Größe von weniger als 4Gb auf. Sie können dann diese Abbilder in R-Studio öffnen, ein virtuelles Volume-Set erstellen und es wie Ihre originelle Festplatte behandeln.
44. Was bedeutet 'Fixup out of bounds' ('Fixup fehlen die Verbindungen')?Ein MFT-Eintrag für eine Datei enthält bestimmte Werte zur Selbstüberprüfung. Einer davon ist als 'fixup' bekannt. Wenn der MFT-Eintrag also kaputt ist, so können folgende Meldungen erscheinen:
'[FileId: XX] Fixup out of bounds' ('[FileId: XX] Fixup fehlen die Verbindungen)
'[FileId: XX] Fixup XX is XX, but should be XX' ('[FileId: XX] Fixup XX ist XX, soll aber XX sein')
Das sind nicht schwerwiegende Fehler. Sie bedeuten, dass die Dateisysteminformationen für diese Datei wahrscheinlich überschrieben wurden. Wenn es so ist, so besteht ein Risiko, dass diese Datei nicht wiederhergestellt werden kann.
45. Welche erweiterten Informationen kann R-Studio von NTFS-Dateien wiederherstellen? Gibt es irgendwelche Einschränkungen oder Richtlinien?
R-Studio unterstützt die Wiederherstellung von komprimierten Dateien, alternativen Datenströmen, verschlüsselten Dateien, Dateisicherheits- und erweiterten Dateiattributen. Wenn das Hostbetriebssystem von R-Studio und das Dateisystem des Datenträgers, auf dem Sie Dateien speichern möchten, beliebige erweiterte Informationen unterstützen, werden diese Informationen zusammen mit den Dateien gespeichert. Andernfalls werden erweiterte Informationen als separate Dateien mit den gleichen Namen wie denen der wiederhergestellten Dateien, aber mit einer anderen Erweiterung gespeichert. Die Erweiterung zeigt an, dass diese Dateien erweiterte Informationen enthalten. Im Folgenden finden Sie eine Kurzübersicht über Hostbetriebssysteme und Dateisysteme des Zieldatenträgers.
| Erweiterte Informationen |
Erforderliches Hostbetriebssystem |
Erforderliches Dateisystem des Zieldatenträgers |
| Verschlüsselte Dateien |
Windows 2000 oder XP |
NTFS |
| Alternative Datenströme |
Windows NT, 2000 oder XP |
NTFS |
| Dateisicherheit |
Windows NT, 2000 oder XP |
NTFS |
| Erweiterte Dateiattribute |
Windows NT, 2000 oder XP |
NTFS oder FAT |
46.Ich versuche alle Dateien von einer 1 GB Speicherkarte mit einem beschädigten Dateisystem wiederherzustellen. Aber R-Studio zeigt an, dass es mehr als 3GB Daten wiederherstellen will. Wie ist es nur möglich?Es kann 2 Gründe dafür geben. Erstens, wenn Sie Ihre Dateien sowohl aus einer tatsächlichen Ordner-/Dateistruktur als auch aus den Dateien, die als Dateien mit bekanntem Dateityp gefunden wurden (Dateien, die nach ihrer Signatur erkannt wurden), wiederherstellen. Das kann tatsächlich die Größe der wiederhergestellten Dateien verdoppeln, da manche Dateien zweimal wiederhergestellt werden können. Sie können nut ein Wiederherstellungsverfahren auswählen (entweder vom gefundenen Dateisystem oder von Dateien mit bekanntem Dateityp). Allerdings kann die Zahl der erfolgreich wiederhergestellten Dateien dabei geringer sein.
Zweitens, kann R-Studio die Größe mancher Dateien falsch einschätzen, wenn das vorherige Dateisystem beschädigt war, sodass sie viel größer erscheinen, als ihre eigentliche Größe in der Tat ist.
52. Ich möchte Daten von einem NAS-Speicher wiederherstellen. Ist R-Studio Network die richtige Lösung für mich?R-Studio kann helfen oder auch nicht. Sie können nicht R-Studio oder R-Studio Agent auf einem NAS-Gerät direkt ausführen. Sie müssen die Datenträger davon direkt an einen gewöhnlichen Computer anschließen, auf dem R-Studio installiert ist, und Daten auf diese Weise zu retten versuchen. Beachten Sie bitte, dass die meisten NAS-Geräte nur unter bestimmten Versionen von Linux, FreeBSD oder anderen UNIX-ähnlichen Betriebssystemen laufen. Das bedeutet, dass sie unixoide Betriebssysteme verwenden. Nicht alle davon werden von R-Studio unterstützt, obwohl Sie nach bekannten Dateitypen scannen können, um Ihre Dateien wiederherzustellen. Weitere Details über bekannte Dateitypen finden Sie in R-Studio Help -> Data Recovery Using R-Studio -> Advanced Data Recovery -> Disk Scan -> Known File Types (R-Studio Hilfe -> Datenrettung mit R-Studio -> Erweiterte Datenrettung -> Datenträger-Scannen -> Bekannte Dateitypen).
57. Ich habe für Testzwecke eine kleine Datei erstellt, sie auf Festplatte gespeichert, gelöscht und anschließend versucht, diese Datei mit R-Studio zu retten. Aber weder R-Studio noch R-Undelete konnten die Datei finden. Was war falsch?Es kann zwei mögliche Gründe dafür geben:
1. Der so genannte "lazy write"-Effekt: Beim Speichern einer Datei (insbesondere wenn sie klein ist) schreibt Windows sie nicht automatisch auf die Festplatte. Anstatt dessen legt es sie im Datenträgercache im Computerspeicher ab, um sie dann bei der nächsten Gelegenheit auf den Datenträger zu speichern. Während dessen ist die Datei für das System und andere Programme über den Cache verfügbar. Wenn Sie die Datei dann löschen, noch bevor sie auf den Datenträger geschrieben wird, wird Windows sie aus den Datenträger-Cache entfernen, sodass die Datei nie auf den Datenträger geschrieben wird. R-Studio (und beliebige andere Datenrettungsprogramme) lesen die Daten direkt vom Datenträger und umgehen dabei den Datenträger-Cache, darum kann es vorkommen, dass das Programm eine solche Datei nicht findet. Und noch etwas, wenn eine Datei, die auf den Datenträger bereits geschrieben wurde, gelöscht wird, wird die Löschung auch im Datenträger-Cache gespeichert und mag nicht sofort auf den Datenträger geschrieben werden. In diesem Fall wird R-Studio (wie auch ein beliebiges anderes Datenrettungsprogramm) die Datei auf dem Datenträger finden, als wäre sie nicht gelöscht.
Um eine solche Verwirrung zu vermeiden, sollten Sie beim Testen wie unten beschrieben vorgehen:
1. Erstellen Sie eine Datei und speichern Sie sie auf den Datenträger.
2. Starten Sie das System neu. Während des Neustartens speichert Windows alle Änderungen, die an Dateien vorgenommen wurden, auf die Festplatte. Oder Sie können ein Dienstprogramm zum Leeren des Datenträger-Caches benutzen, um das Neustarten des Systems zu vermeiden.
3. Löschen Sie die Datei.
4. Wiederholen Sie den Neustart des Systems, um die Löschung der Datei zu speichern. Oder leeren Sie den Datenträger-Cache.
5. Stellen Sie Ihre Datei mit R-Studio oder R-Undelete wieder her.
Wenn Sie für den Test eine externe Festplatte benutzen, so können Sie sie ordnungsgemäß entfernen, indem Sie anstatt des Systemneustarts das Symbol Hardware sicher entfernen benutzen.
2. Der MFT-Eintrag für die Datei wird überschrieben (wieder verwendet), wenn eine andere Datei auf NTFS-formatierten Datenträger gespeichert wird. Das kommt selten vor, wenn eine Datei in kurzer Zeit erstellt, gespeichert und gelöscht wird. Aber die Chancen auf eine solche Situation erhöhen sich, wenn der Datenträger fast voll ist. In diesem Fall kann Windows den Speicherplatz des Datenträgers und des MFTs für seine eigenen Dienstdateien benötigen, die es ständig auf den Datenträger schreibt bzw. vom Datenträger liest. In diesem Fall können die Dateidaten auf dem Datenträger bleiben und während des Datenträgerscannens als bekannte Dateitypen erkannt und unter zusätzlich gefundenen Dateien gespeichert werden. Beachten Sie bitte, dass in diesem Fall der Name der Datei nicht wiederhergestellt werden kann. R-Studio benutzt in diesem Fall künstliche Dateinamen wie z.B. 12345 und ordnet sie dem entsprechenden Dateityp zu. Außerdem kann Windows manche Dateien, wenn sie klein genug (weniger als 1Kb) sind, in der MFT selbst speichern. Und wenn dann ein MFT-Eintrag überschrieben wird, kann die Datei nicht mehr wiederhergestellt werden.